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Was ist eigentlich "Learning in the Flow of Work"?

Dieser Blogartikel ist der Teil der “Learning in the Flow of Work”-Reihe. In dieser werden wir nicht nur die Ursprünge und Bedeutung des Konzepts beleuchten, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen aussprechen sowie Tips und Guidelines für die (notwendige) Implementierung in Ihr Corporate L&D Konzept geben.

Das Offensichtliche zuerst: Ohne Weiterbildungen, Trainings und Schulungen für ihre Mitarbeiter:innen wird kein Unternehmen weit kommen. Wer gezielt und regelmäßig schult, erhöht die Zufriedenheit ebenso wie die Produktivität und verringert die Kündigungsquote. Doch diese Erkenntnis allein reicht nicht, um erfolgreich zu schulen, denn: Wie, wann und wen schulen?

 

 

Was bedeutet „Learning in the Flow of Work"? - Ein Definitionsversuch

 

„Learning In the Flow Of Work“, kurz LIFOW (wörtlich, aber unschön übersetzt „Lernen im Arbeitsfluss“) ist ein Lernparadigma, das von Josh Bersin erstmals im Jahr 2018 vorgestellt wurde und seitdem zunehmend an Relevanz im Corporate L&D gewinnt.

 

Bei LIFOW geht es darum, die Bedürfnisse und das Verhalten von Lernenden so zu verstehen, dass ihnen Echtzeit-Anleitungen und -Unterstützung bereitgestellt werden kann, ohne, dass sie überhaupt danach fragen müssen. Wenn es ermöglicht wird, während der regulären Arbeitszeit zu lernen, ohne eine Arbeit zu unterbrechen oder den Arbeitsplan für den Tag in irgendeiner Form umzukrempeln, sind wir dem LIFOW Zielbild sehr nahe.

Die Umsetzung ist für Wissensarbeitende weniger kompliziert als z.B. für Berufe, in denen zu einem Großteil der Arbeitszeit kein digitales Endgerät zur Verfügung steht. Hier reicht die Definition des „Echtzeit-Lernens“ nicht aus. Auch die Aneignung von Wissen, wann immer Lücken im Zeitplan auftreten, gehört in diesem Fall dazu. Der Wechsel von Lernen und Arbeiten schafft eine Abwechslung und tätigkeitsspezifische Pause, die zur Produktivität ebenso wie dem Wohlbefinden beitragen kann.

 

 

Die Ursprünge des LIFOW-Konzepts

 

Im Kontext des Konzepts "Learning in the Flow of Work" lohnt es sich, darauf zurückzublicken, wie sich Unternehmensschulungen in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben

 

Die 1980er - Anfänge digitaler Schulungen

In den Anfängen konnten Schulungsinhalte nur auf einem einzigen PC abgespielt werden, was es schwierig machte, den Fortschritt der Lernenden zu verfolgen. Im Zuge der PC-Vernetzung kam es aber schließlich zur Entwicklung der sogenannten SCORM-Technologie, welche es erlaubte, elektronische Lerninhalte zu speichern und zu überwachen.

 

Die 1990er - Der LMS-Markt startet durch

Mit dem Aufkommen von Webbrowsern war der Begriff des „E-Learning“ geboren. Mit HTML und Flash konnten interaktive Kurse erstellt werden. Viele Unternehmen erkannten das Potenzial des E-Learnings und begannen, eigene Inhalte und Portale zu entwickeln. Der Markt „explodierte“ förmlich. Unternehmen konzentrierten sich auf integrierte Lernlösungen die Hand in Hand mit HR-Programmen arbeiteten.

 

Die 2000er - Technische & diskursive Revolution

YouTube, Twitter und das iPhone wurden alle innerhalb von drei Jahren eingeführt (2005, 2006 bzw. 2007) und haben die Art, wie wir mit Inhalten interagieren, verändert. Kurzer Content & mobile Endgeräte werden relevanter.

 

Die 2010er - Microlearning und weitere Innovationen

LMS werden den neuen Nutzungsweisen angepasst, mehr und mehr Lerninnovationen treten auf die Bildfläche. Im Zuge des wachsenden Angebots mobiler Endgeräte und digitaler Lernmöglichkeiten gewinnt das sogenannte „Microlearning“ and Relevanz – es kann ohne Abhängigkeit vom Arbeitsplatz auf nützliche und spezifische Inhalte in Kurzform zugegriffen werden.

 

Heute - Learning in the Flow of Work

Gegenwärtig sehen wir eine Verlagerung hin zu adaptiven und „just-in-time“ Lernwerkzeugen, die, basierend auf Nutzerverhalten und Nutzerpräferenzen, Inhalte vorschlagen. Teil dessen ist Learning in the Flow of Work.

 

Lernen im Arbeitsfluss - Infografiken

Übersicht: Entwicklung von LIFOW - angelehnt an die Forschung von Josh Bersin.

 

 

Lernen im Arbeitsfluss: ein kurzer historischer Rückblick

 

Der Branchenexperte Josh Bersin schrieb 2018 einen richtungsweisenden Artikel, in dem er erklärte, inwiefern das Lernen im Arbeitsfluss einen Paradigmenwechsel bei den Unternehmensschulungen darstellt.

Dabei unterschied er klar zwischen dem Designmodell für Verbraucherinhalte und dem Designmodell für Unternehmensinhalte. Während die Inhalte von Verbraucherplattformen wie Netflix deren Abonnenten animieren sollen, möglichst viele Inhalte zu konsumieren, gilt für Anbieter von Unternehmensinhalten genau das Gegenteil – aber warum?

 

Lernen im Arbeitsfluss und Modelle für Unternehmensschulungen

 

Gemäß von LinkedIn Learning durchgeführten Untersuchungen stellt der Mangel an verfügbarer Zeit für Schulungen die größte Herausforderung für Unternehmen in Bezug auf Lernen und Lernentwicklung dar.  In diesem Sinne ist ein ideales Modell für Unternehmensinhalte eines, das den Mitarbeitern genau die Informationen bietet, die sie benötigen, um ihre Arbeitsleistung so schnell und so effektiv wie möglich zu verbessern (anstatt tonnenweise irrelevanter Inhalte). Oder, nach Bersin: „Dies ist der Ansatz, den die Leute wollen“. "Learning in the Flow of Work" (LIFOW) ist eine ideale Lösung, denn es vorsorgt die Lernenden mit leicht verdaulichen und relevanten Tipps, Empfehlungen und Anregungen.

 

Herausforderungen für Unternehmen

 

Die Herausforderungen, denen Unternehmen bei der Implementierung des „Learning in the Flow of Work“-Konzepts begegnen müssen, sind mindestens dreifach:

 

1. Eine Lernkultur sollte vorhanden sein
Es sollte zum einen grundsätzlich klar sein, dass Lernen unerlässlich für den Erfolg des Unternehmens und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden ist. Zum anderen sollte dieses Verständnis Teil der Firmen-DNA sein: Es muss nicht unbedingt ein LMS oder vorhanden sein – auch Präsenzschulungen und Fortbildungen (Stichwort: Makrolearning) sind Teil einer Lernkultur. Wichtig ist, dass die Weitergabe und der Ausbau des Wissens einen hohen Stellenwert bei der Mitarbeiter:innenentwicklung im Unternehmen einnimmt.

 

2. Digitalisierung von Systemen und Prozessen

Bevor Sie Learning in the Flow of Work in Ihrer Organisation integrieren, sollten Sie bedenken, dass die Digitalisierung der Arbeitsabläufe und des Lernens eine Grundvoraussetzung dafür ist.

Mit anderen Worten: Die Lernkultur einer Organisation muss für die Implementierung, sofern noch nicht vorhanden, in die Nutzung digitaler Tools und neuer Methoden des Fernunterrichts wie Mobile Learning übertragen werden. Das Lernen im Arbeitsablauf ist auch eng mit dem Adaptive Learning verbunden, um personalisierte Inhalte anzubieten. Sollten sie noch nicht auf ein digitales LMS umgestellt haben: Jetzt ist der Zeitpunkt.

 

3. Management-Support ist unerlässlich
Laut dem L&D Dashboard des Learning and Performance Institute ist das Lernen im Arbeitsablauf eine der größten Herausforderungen für Führungskräfte im Bereich der Weiterbildung im Zeitraum 2021-2022. Insbesondere müssen Manager & L&D-Führungskräfte ihren Mitarbeiter:innen und auch sich selbst klar machen, dass Lernen keine Arbeitsunterbrechung ist, sondern regelmäßiges Lernen notwendig ist, um die anfallende Arbeit bestmöglich zu erledigen. Lernen als Arbeitsunterbrechung darzustellen ist als würde man einem Holzfäller sagen er solle aufhören seine Axt zu schärfen und gefälligst schneller den Baum fällen. Ist kein Support vom Management vorhanden, werden alle Lerninitiativen scheitern.

 

 

Bleiben Sie dran...

 

In den nächsten Folgen dieser Blogpost-Serie werden wir im Detail auf den Nutzen des LIFOW-Konzepts eingehen und warum es unerlässlich ist, es auch in ihrem Unternehmen zu implementieren. Sind sie schon jetzt an weiteren Informationen interessiert, laden sie sich gerne unser LIFOW Whitepaper herunter oder kontaktieren Sie uns.

 

Arbeitskolleg:innen im Brainstorming

 

Fußnote in eigener Sache:

Mit Rise Up LMS x Microsoft Teams LIFOW implementieren

 

Mit der Rise-Up LMS für Microsoft Teams profitieren Mitarbeiter von einer personalisierten Lernlösung, und zwar dank Lia, einem virtuellen Schulungscoach, der schulungsbezogene Unterstützung bietet. Unter Einsatz der Technologie der künstlichen Intelligenz stellt sich Lia auf die spezifischen Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeiter ein. Der Online-Coach kann direkt in Teams aussagekräftige Antworten auf Nutzerfragen geben, Inhalte empfehlen und Benachrichtigungen und Erinnerungen senden.

Wie Sie sehen können, profitieren die Mitarbeiter von echter Autonomie. Sie können im Hinblick auf das Tempo und den Zweck ihrer Schulung mitreden und können genau die Ressourcen finden, die sie benötigen. Die Ressourcen sind auf die perfekte Anpassung an die App ausgerichtet und Rise Up bietet eine große Anzahl an Mikrolernmodulen, die sowohl fesselnd als auch informativ sind.

Außerdem ist die LMS Lern-App in Microsoft Teams höchst kollaborativ, d. h. die Nutzer können an einer Schulung teilnehmen und gleichzeitig mit ihren Kollegen verbunden bleiben. Sie können sogar mit ihren Kollegen interagieren und an einer Schulung teilnehmen, ohne eine Kalender-Benachrichtigung verpassen zu müssen.

Schließlich, um sicherzustellen, dass die Nutzer sofort auf die Schnittstelle zugreifen und ein verbessertes Navigationserlebnis genießen können, verfügt die Rise-Up-App für Microsoft Teams über ein Nutzer-Matchingsystem mit Single Sign-On.Das heißt, einmal bei Teams angemeldet, müssen sich Mitarbeiter kein zweites Mal anmelden, um auf die Rise-Up-App zuzugreifen.

 

Einfach ausgedrückt bieten Rise Up LMS und Microsoft Teams eine neue Art des Lernens, die es den Mitarbeitern ermöglicht, von einer professionellen Entwicklung zu profitieren und den Organisationen, wettbewerbsfähiger zu werden.

 

Learning in the Flow of Work mit der Rise-Up-App für Microsoft Teams