Demo anfordern

11 Leseminuten

Was ist LMS?

Jun 1, 2021 3:51:07 PM

Im Zeitalter der digitalen Transformation kommen LMS, auch Lernplattform genannt, in Unternehmen und Schulungseinrichtungen immer häufiger zum Einsatz.

Und das aus gutem Grund, denn ein Learning Management System bietet zahlreiche Vorteile: Über eine einzige Plattform wird das gesamte Schulungsmanagement vereinfacht, von der Verwaltung der Lehrprofile und begleitenden Betreuung der Lernenden bis zur Gestaltung und Bereitstellung von E-Learning-, Präsenz- und Blended-Learning-Schulungen.

 

Vielleicht sind der Begriff LMS und die damit zusammenhängende Thematik momentan noch Neuland für Sie.

Beginnen Sie gerade damit sich mit dem E-Learning auseinanderzusetzen und möchten genauer verstehen, was ein LMS überhaupt ist? Oder sind Sie mit dem digitalen Lernen bereits vertraut und möchten die verschiedenen Funktionen entdecken, die ein LMS zu bieten hat? Dieser Artikel beantwortet all Ihre Fragen.

Learning Management System ist die Definition von LMS

 

Was versteht man unter LMS?

 

Ein LMS ist eine Software, die die Verwaltung eines oder mehrerer Schulungssysteme ermöglicht.

Es ermöglicht die Bereitstellung und langfristige Betreuung von Schulungsmaßnahmen über eine zentrale Plattform, die sämtliche relevanten Informationen automatisch zusammenführt und organisiert.

10 Hauptkriterien, die für die Auswahl Ihrer LMS-Plattform entscheidend sind!

 

Wissenswertes über LMS-Plattformen

 

A) Wer sind die Nutzer einer LMS-Plattform?

 

Innerhalb einer Organisation, sowohl Unternehmen als auch Schulungseinrichtungen, wird eine LMS-Plattform von verschiedenen Personengruppen genutzt. Dazu gehören:

  • Administratoren: Sie sind für die Administration und damit für die Verwaltung der Plattform zuständig. Administratoren installieren, aktualisieren und konfigurieren das LMS unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Lernenden und Schulungsleitern. Der Administrator ist in gewisser Weise der Dirigent der Schulungsplattform.
  • Schulungsleiter: Ihre Aufgabe ist es, die E-Learning-Schulungen zu erstellen. Dazu arbeiten sie die einzelnen Schulungsmodule aus, die in die Schulungen integriert werden. Für diesen Prozess stehen ihnen verschiedene Formate zur Verfügung, die die Lernenden optimal in die Lehrinhalte einbinden (Videos, Texte, Bilder, Quiz, usw.).
  • Lernende: Die Lernenden können die Plattform einzeln oder in Gruppenkursen nutzen. Ihre Aufgabe ist eindeutig: Sie absolvieren die Schulungen, für die sie sich im Vorfeld angemeldet haben.

 

B) Für wen eignet sich eine LMS-Plattform?

 

Lernmanagement-Plattformen sind für die Mehrheit aller Unternehmen und insbesondere für Schulungseinrichtungen, unabhängig von ihrer Größe, ein echter Gewinn.

  • Unternehmen: Sowohl für KMUs als auch für Großunternehmen hat die Anschaffung eines LMS aus zahlreichen Gründen große Vorteile zu bieten. Zum einen wird den Mitarbeitern eine effiziente Schulungserfahrung geboten, darüber hinaus können Unternehmen mit einer LMS-Software langfristig viel Zeit und Geld sparen. Wenn Sie beispielsweise Ihre Lernenden über eine E-Learning-Plattform schulen, anstatt sie für eine Präsenzveranstaltung anzumelden, entfällt der zeitliche und finanzielle Aufwand für Anreise und Unterbringung.
  • Schulungseinrichtungen: Eine Schulungseinrichtung verfügt meist über deutlich mehr Lernende als ein Unternehmen. Hier ist ein LMS das ideale Werkzeug, um Schulungsanmeldungen automatisch zu verwalten und den Fortschritt der Lernenden in Echtzeit zu verfolgen.

 

c) LMS & Blended Learning: die Säulen der Aus- und Weiterbildung 2020

 

Begünstigt durch das Aufkommen neuer Technologien hat sich das Blended Learning in den letzten Jahren stark weiterentwickelt − sowohl im Data-Bereich als auch in den Segmenten Virtual und Augmented Reality.

Arnaud Blachon, CEO von Rise Up, teilte vor diesem Hintergrund bereits seine Vision zur beruflichen Aus- und Weiterbildung und legte das Augenmerk auf die Entwicklung von LMS und Blended Learning. Mithilfe von Anwenderfeedback entwickelt sich ein LMS kontinuierlich weiter, um auch langfristig eine qualitativ hochwertige Lernerfahrung gewährleisten zu können − was insbesondere durch LXP, einem starken neuen Trend in der beruflichen Weiterbildungsbranche, möglich ist.

 

d) LMS und Verknüpfungen: Das müssen Sie wissen

 

Um den Anforderungen von Unternehmen und Schulungseinrichtungen umfassend gerecht zu werden, muss sich eine LMS-Plattform optimal in die bereits bestehende Bildungsumgebung integrieren lassen. Dies ermöglicht die zuverlässige und intuitive Verwaltung sämtlicher Schulungsabläufe.

Wie aber kann eine Lernmanagement-Plattform mit den bereits in einem Unternehmen vorhandenen HR-Tools verbunden werden?

Ein Beispiel: Indem Sie die LMS-Plattform mit Ihrem HRIS verknüpfen (Human Resources Information System), können Sie automatisch zahlreiche Daten über Ihre Mitarbeiter erfassen und die Schulungen mit der Personalverwaltung (Neuzugänge, ausscheidende Mitarbeiter, Urlaubsplanung, usw.) synchronisieren.

Gleiches gilt für Schulungseinrichtungen: Die Verknüpfung erleichtert das Onboarding der Lernenden, die Zuweisung von Schulungen und das automatische Versenden von Benachrichtigungen.

 

e) Wie funktioniert das interaktive Lernen über ein LMS?

 

Die Lernmethode Interaktives Lernen basiert auf der Interaktion zwischen Schulungsleiter und Lernenden. Im Gegensatz zu einer Vorlesung, bei der der Schulungsleiter als Lehrmeister agiert, stellt diese Pädagogik die Lernenden in den Mittelpunkt, indem sie gefördert und aktiv miteinbezogen werden. Ein LMS begünstigt diese Art der Interaktion, insbesondere durch die Bereitstellung eines virtuellen Klassenzimmers.

Gerade beim digitalen Lernen ist die Interaktion ausschlaggebend für den Erfolg einer Schulung, denn durch sie wird der größten Herausforderung des Fernunterrichts auf proaktive Weise begegnet: der Einbindung und Motivation der Lernenden. E-Learning kann mitunter ein Gefühl der Isolation bei den Lernenden hervorrufen, wenn sie im Rahmen ihrer Schulung keine ausreichende Betreuung erhalten. Das interaktive Lernen durchbricht diese Isolation und motiviert die Mitarbeiter zum Weitermachen, indem es zur aktiven Teilnahme auffordert.

Die Einführung eines LMS macht digitales Training für alle zugänglich

 

Gute Gründe für den Einsatz eines Learning Management Systems

 

A) Was sind die Vorteile eines LMS?

 

Der Nutzen eines Learning Management Systems ist nicht von der Hand zu weisen. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Vorteile eines LMS:

  • Schulungen sind leichter zugänglich: Mitarbeiter können auf ihre Schulungen zugreifen, wann und wo immer sie wollen. Auf diese Weise können sie das Lehrmaterial in ihrem eigenen Tempo bearbeiten, was das Lernen besonders effizient gestaltet.
  • Hosting von Pädagogik- und Schulungsressourcen: Sämtliche Ressourcen sind auf einer einzigen Plattform zentralisiert. Alle am Schulungsprozess Beteiligten können auf diese Mittel zugreifen, wann immer sie möchten. Der Schulungsleiter kann beispielsweise bestehende Schulungen bearbeiten oder aktualisieren, wenn die Lernenden ein älteres Modul weiter vertiefen sollten.
  • Zeitersparnis: Der für die Anreise zu Schulungen aufgebrachte Zeitaufwand wird durch ein LMS erheblich reduziert oder gar gänzlich aufgehoben.
  • Geringere Schulungskosten: Auch wenn die Anschaffung einer LMS-Plattform eine mitunter recht hohe Investition erfordert, lohnt sich dieser Aufwand langfristig.
  • Analyse der Schulungsperformance: Die von der Plattform erfassten Daten ermöglichen eine detaillierte Nutzungs- und Leistungsanalyse. So kann ein Administrator nachvollziehen, welche Schulungen ihren Zweck einwandfrei erfüllen und bei welchen noch Nachbesserungsbedarf besteht.
  • Monitoring der Nutzerfortschritte: Mithilfe von Daten, Auswertungen und Feedbacks, stellt ein LMS umfassende Fortschrittsberichte zum Wissensstand und Lernerfolg der Mitarbeiter zur Verfügung.
  • Datenschutz: Sämtliche personenbezogenen Daten werden durch Sicherheitssysteme zuverlässig geschützt.

 

B) LMS: Welchen Nutzen hat die digitalisierte Mitarbeiterschulung?

 

Als Schulungsleiter oder Schulungsbeauftragter haben Sie sich sicherlich bereits mit den verschiedenen Herausforderungen des E-Learnings auseinandergesetzt: Isolation und Demotivation der Lernenden, Schwierigkeiten mit digitalen Technologien, usw.

Eine zunehmend personalisierte Lernerfahrung unterstützt Sie im Rahmen der Digitalisierung Ihres Schulungsangebots und hilft Ihnen, das Engagement der Lernenden zu steigern.

Die Möglichkeiten zur Digitalisierung betriebsinterner Schulungen sind heutzutage in aller Munde. Dennoch zögern einige Unternehmen noch, diesen zukunftsweisenden Schritt nach vorn zu wagen.

Unter all den Vorteilen, die für den Einsatz einer LMS-Plattform sprechen, ist die einfache Bereitstellung und Zugänglichkeit der Schulungen eines der wichtigsten Argumente. So lernen Mitarbeiter mithilfe von digitalisierten Schulungen tatsächlich schneller, leichter und effizienter.

Ein LMS kann darüber hinaus dazu genutzt werden, Mitarbeitern durch adaptives Lernen, einer auf Daten und künstlicher Intelligenz basierenden Lernmethode, rundum personalisierte Schulungen zur Verfügung zu stellen.

 

C) LMS: Welche Lernmethoden stehen zur Wahl?

 

Auf den LMS-Plattformen entstehen immer mehr Möglichkeiten, um die vormals „langweiligen“ Lernpfade zu bereichern.

Wie aber gestalten sich diese verschiedenen Lernmethoden?

Zum einen haben wir da das mobile Lernen, das es den Mitarbeitern ermöglicht, jederzeit und oftmals sogar offline auf ihre Schulungen zuzugreifen. Durch Gamification können den Lernenden Schulungsinhalte mit spielerischen Elementen zur Verfügung gestellt werden. Die Lehrmethode des Sozialen Lernens basiert auf dem Austausch und der Wissensweitergabe zwischen Mitarbeitern über Foren oder Online-Chats.

Nachdem Ihre eigene LMS-Plattform bereitsteht, geht es daran, die ersten Schulungen zu erstellen. Dazu stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Erstellen Sie mit dem Autorentool Ihres LMS neue Schulungen
  • Importieren Sie bereits vorhandene Schulungsinhalte im SCORM-Format (Sharable Content Object Reference Model)
  • Nutzen Sie vorgefertigte „Off-the-shelf“-Inhalte für Ihre Schulungen

D) LMS und Schulungsanalyse

 

Das LMS fungiert als umfassendes Lager, in dem Sie zahlreiche Informationen speichern und erfassen können, darunter Schulungsmodule, Lernressourcen, die Profile der Lernenden und den Kompetenzplan.

Da alle diese Informationen zentral zusammengeführt werden, kann sie Ihr Schulungssystem einfach auswerten und beispielsweise die Schulungsbetreuung, das Engagement und den Erfolg Ihrer digitalen Schulungen realitätsgetreu einschätzen. Sie können verschiedenste Schulungs-relevante Daten leicht erfassen und ihre individuelle Performance beurteilen.

Dazu gehören:

  • Profil und Verhalten der Lernenden (Nutzerprofil, auf der LMS-Plattform verbrachte Zeit, Wissensstand und Ergebnisse);
  • Statistiken zu bestimmten Gruppen von Lernenden (Vergleich von verschiedenen Lerngruppen und Analyse von Unterschieden im Verhalten von Gruppen mit unterschiedlichen Lernmethoden);
  • Verbindungszeit (gesamte Zeit, tatsächliche Verbindungszeit, Lernzeiten);
  • Scores (alle Arten der Auswertung, heiß und kalt).

Diese Daten sind unerlässlich für die weitere Optimierung Ihrer Schulungen und helfen Ihnen, Ihr System kontinuierlich zu verbessern.

Die Datenerfassung ermöglicht es Ihnen darüber hinaus, Informationen aus Ihrer LMS-Plattform mit anderen internen Unternehmensdaten (Verkauf, Produktion, usw.) abzugleichen. Mithilfe von leistungsstarken KPIs messen Sie beispielsweise den ROI (Return on Investment) Ihrer Schulungen.

Ein LMS öffnet dem Schulungswesen Horizonte, die noch vor wenigen Jahren gänzlich unbekannt oder nur schwer vorstellbar waren: Die Unternehmensperformance wird nahtlos mit der Leistung der Schulungsplattform verknüpft.

Auch wenn dieser Zusammenhang offensichtlich erscheinen mag, trägt ein entsprechendes Monitoring zur Wertsteigerung der betriebsinternen Schulungsmaßnahmen bei.

Zu guter Letzt ermöglicht eine detaillierte Analyse der verschiedenen Lernmethoden und Inhalte bei Bedarf die präzise und reaktionsschnelle Optimierung einer Schulung.

Die Kriterien für die Auswahl eines LMS sind sehr wichtig für den Erfolg und das Management Ihres E-Learning-Trainings.

 

Wie wählt man die ideale LMS-Lösung?

 

A) LMS: 10 Kriterien zur Auswahl Ihrer Plattform

 

Wie können Sie sichergehen, dass Sie genau die LMS-Plattform auswählen, die Ihren Bildungszielen und den Bedürfnissen Ihres Unternehmens oder Ihrer Schulungseinrichtung entspricht? Um gewährleisten zu können, dass Sie die Plattform wählen, die am besten zu Ihnen passt, müssen Sie sich zunächst einige grundlegende Fragen stellen.

Als Erstes sollten Sie sich über Ihre Bedürfnisse und Erwartungen in Bezug auf die Plattform im Klaren sein. Danach sollten Sie sich die Zeit nehmen, die verschiedenen auf dem Markt verfügbaren Plattformen gründlich zu vergleichen: Welche eignet sich am besten für Ihr Projekt? Stellt das LMS alle benötigten Funktionen zur Verfügung? Ist es einfach zu bedienen? Entspricht der Preis der Plattform Ihrem Budget? Und schließlich: Kann auch der Kundenservice Ihren Erwartungen gerecht werden?

  • Definieren Sie Ihren Schulungsbedarf: Sie können beispielsweise eine Liste mit allen Punkten erstellen, die in Ihrem aktuellen Schulungsmanagement funktionieren, bzw. nicht funktionieren. Darüber hinaus können Sie Ihre Mitarbeiter durch Umfragen und Abstimmungen an der Meinungsfindung teilhaben lassen.
  • Vergleichen Sie die verschiedenen LMS auf dem Markt: So finden Sie die Schulungsplattform, die Ihren Erwartungen am besten entspricht.
  • Finden Sie heraus, welche Inhalte in das LMS integriert werden können: Benötigen Sie ein integriertes Autorentool, um Ihre eigenen Schulungen von Grund auf zu gestalten? Oder möchten Sie vorrangig Inhalte „von der Stange“ beziehen?
  • Erörtern Sie die technischen Grenzen des LMS: Kann es optimal mit dem HRIS Ihres Unternehmens verknüpft werden?
  • LMS-Integration: Wie können Ihre bestehenden Tools mit Ihrer zukünftigen Schulungsplattform verbunden werden?

Bei der Auswahl eines LMS gibt es zahlreiche Kriterien zu beachten. In unserem Artikel erfahren Sie alles zu 5 weiteren Punkten, die Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten!

10 Hauptkriterien, die für die Auswahl Ihrer LMS-Plattform entscheidend sind!

 

B) Wie wählt man die passende LMS-Plattform?

 

Um das für Sie am besten geeignete LMS auszuwählen, ist es von entscheidender Wichtigkeit, sich mit den verschiedenen Arten von LMS auseinanderzusetzen, die es auf dem Markt gibt. So verschaffen Sie sich einen guten Überblick über das aktuelle Angebot und können entscheiden, welche Art von LMS am besten zu Ihnen passt: Open Source LMS oder Proprietäres LMS.

Darüber hinaus können Sie auch auf vollständig kostenlose Schulungsangebote zurückgreifen. Auf Websites wie Moodle erhalten Ihre Mitarbeiter beispielsweise freien Zugang zu verschiedensten MOOCs − auch wenn sie dabei selbstverständlich nicht in den Genuss der Vorteile eines professionellen LMS kommen.

Sobald Sie eine klare Vorstellung davon haben, was Sie von Ihrem LMS erwarten, brauchen Sie die unterschiedlichen Schulungsplattformen nur noch zu vergleichen und wählen diejenige aus, die am besten zu Ihnen passt.

In den hier zusammengestellten Artikeln erhalten Sie viele nützliche Informationen und erfahren mehr über Learning Management Plattformen: Sie stellen Ihnen die umfassenden Möglichkeiten vor, die Ihnen ein LMS wie Rise Up bietet, und erläutern, wie Sie diese umsetzen können.

Auch für die bessere Orientierung bei der Auswahl Ihrer LMS-Plattform finden Sie in diesen Artikeln zahlreiche Tipps.

 

Themen: LMS
Rise Up Team

von Rise Up Team geschrieben