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Intergrieren Sie das Adaptive Lernen in Ihr Konzept für digitales Lernen

Adaptives Lernen und digitales Lernen: zwei Weiterbildungsansätze, die Unternehmen immer öfter anwenden. Diese Konzepte sind eng mit den neuen Technologien verbunden und erfahren einen regelrechten Hype, vor allem seit dem Boom des Homeoffice. Das adaptive Lernen (auch Adaptive Learning genannt) darf jedoch nicht mit dem digitalen Lernen verwechselt werden. Rise Up fasst ihre Unterschiede zusammen, aber auch - und vor allem - ihre gegenseitigen Ergänzungen. Denn die Vorteile des adaptiven Lernens lassen die Effizienz des digitalen Lernens bedeutend steigern! Sehen wir uns das genauer an… 

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Digitales und adaptives Lernen: Was ist genau der Unterschied?

 

Was ist digitales Lernen? 


Das digitale Lernen ist eine Lernmethode, die zahlreiche Lernmethoden umfasst: virtuelle Klassenzimmer, E-Learning-Module, Social Learning, Mobile Learning, Serious Game... Es ist sogar mit Präsenzveranstaltungen verknüpft, da das digitale Lernen Teil der Kurseinheit ist, selbst in geringem Umfang (etwa mit dem Teilen von Dokumenten online.)

Das digitale Lernen ist ein neuer Weg, die eigenen Kompetenzen weiter zu entwickeln. Es wird nämlich das Peer-Learning aufgewertet und neue, noch viel kürzere Inhaltsarten (man spricht von Microlearning) werden eingeführt. Das digitale Lernen passt sich somit an die neuen Gegebenheiten an: 

  • höherer Stellenwert der Mobilität bei Lernenden;
  • Arbeit im Homeoffice;
  • vermehrter Interaktionsbedarf zwischen Lernenden und Kursleitern.

 

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Das digitale Lernen wird diesen Erwartungen gerecht und führt zu einer höheren Abschlussrate: die motivierten und in ihrer Weiterbildung engagierten Mitarbeiter werden ihre Bildungsmaßnahme einfacher zu Ende bringen. 

Das digitale Lernen ermöglicht somit einen effizienten Kompetenzentwicklung, was Unternehmen natürlich sehr begeistert.

 

Die Definition von Adaptive Learning

 

Das alles wird auch von den Organisationen geschätzt: das adaptive Lernen, vom Englischen Adaptive Learning. Wie auch das digitale Lernen kann diese Lösung auf einer LMS-Lernplattform eingerichtet werden.

Wie funktioniert das adaptive Lernen? Das System beruht vor allem auf dem  Machine Learning, einer Technologie der künstlichen Intelligenz, und der Data. Die Algorithmen analysieren mehrere Parameter, die sich bei jeder Verbindung des Lernenden mit der Plattform für adaptives Lernen aktualisieren: Niveau in der jeweiligen Kompetenz (Fremdsprache, Buchhaltung, Computerprogrammierung, etc.) Fortschrittstempo, effizienteste Lernmethoden... Die Software für adaptives Lernen kann zudem jedem Mitarbeiter Empfehlungen machen, ohne dass der Verantwortliche der Weiterbildung, der Manager oder der Kursleiter direkt tätig werden.

Wie man sieht, adaptives Lernen und digitales Lernen bleiben zwei verschiedene Konzepte. Das adaptive Lernen im Unternehmen bringt gleichzeitig eine Personalisierung und eine Automatisierung der Weiterbildung von Angestellten ein. Das digitale Lernen seinerseits gibt sich damit „zufrieden“, ein Spektrum an Lernmethoden bereitzustellen. 

 

Die Rolle des adaptiven Lernens in einem Bildungsgang des digitalen Lernens

 

 

Das adaptive Lernen erscheint in gewisser Weise wie eine Vorbedingung für das digitale Lernen und wird dieses noch leistungsfähiger machen. Der Prozess kann folgendermaßen beschrieben werden: eine LMS-Plattform wie Rise Up analysiert die Bedürfnisse jedes Mitarbeiters, woraufhin das LMS ihm einen personalisierten Weiterbildungsgang vorschlägt. Anschließend betritt das digitale Lernen die Bühne und bietet Lernmethoden an, die für das Fortschreiten des Lernenden in seinem Bildungsgang notwendig sind.

Adaptives Lernen auf einer LMS kann regelmäßig erfolgen: jedes Mal, wenn der Mitarbeiter eine Etappe erledigt, einen Test besteht (oder nicht besteht) oder bei einem Modul feststeckt, schlägt ihm die Plattform Inhalte und/oder Lernmethoden vor, mit denen er seine Lücken besser auffüllen kann. Ergebnis: eine standfeste Motivation des Lernenden und besser aufgenommene Kenntnisse. 

Das adaptive und das digitale Lernen bilden somit eine gegenseitige Ergänzung. Die Vorteile des adaptiven Lernens verstärken die Effizienz des digitalen Lernens, indem es das Lernen an jeden Angestellten anpasst. Die perfekte Verknüpfung mit digitalem Lernen optimiert das adaptive Lernen das Engagement und zugleich das Behalten von Informationen.

 

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Die verschiedenen Etappen eines Weiterbildungplans mit adaptivem Lernen im Unternehmen

 

 

Bei der Erstellung von adaptivem Lernen müssen drei große Etappen befolgt werden.

 

Erste Etappe: Die Evaluation am Anfang 

 

Im ersten Schritt werden die Kompetenzen ermittelt, die die Mitarbeiter besitzen. Hierfür ist eine Evaluierung im Vorfeld der Schulung, auch Einstufungstest genannt, erforderlich. Durch die Ergebnisse kann das Niveau jedes Lernenden ermittelt werden und der für ihn passende Kursinhalt festgelegt werden. Bei einem Beschäftigten, der das betreffende Wissen oder Know-How bereits beinahe vollständig besitzt und einem anderen, der beträchtliche Lücken aufweist, ist die Auswahl des Bildungsgangs mit adaptivem Lernen, insbesondere der Umfang der Inhalte, nämlich nicht der gleiche. 

 

Zweite Etappe : Das adaptive Lernen

 

Nun kommen wir in die zweite Phase: der personalisierte Bildungsgang, der direkt auf der LMS-Plattform zugänglich ist. Hier geht es darum, die Schulungszeit jedes Lernenden je nach dessen Ausgangsniveau zu optimieren. Ziel ist es, dass alle geschulten Personen am Ende des Bildungsgangs ihr Ziel beherrschen.

Konkret erfolgt die Kursanmeldung mithilfe eines Systems für intelligente Empfehlung je nach Profil des Beschäftigten und seinen Ergebnissen bei der Evaluation zu Beginn. Im weiteren Verlauf des Bildungsgangs mit adaptivem Lernen erhält der Lernende einen virtuellen Coach. Dieser ist auf der Plattform verfügbar, wenn er dies wünscht. Darüber hinaus erhält der Mitarbeiter auf den Tools, die er täglich benutzt, wie etwa Teams, direkte Erinnerungen zum Fortsetzen seiner Schulung. Dieses intelligente Tutor-System ist einer der zahlreichen Vorteile des adaptiven Lernens

 

Dritte Etappe : Die Evaluation zum Schluss

 

Ziel dieser letzten Etappe: das Gelernte feststellen. Die abschließende Evaluation dient dazu, den Fortschritt im Vergleich zum Anfangsniveau zu messen. Um tatsächlich aussagekräftig zu sein, muss dieser Fragebogen „unvorbereitet“ vorgelegt werden, etwa eine Woche nach Ende des Bildungsgangs. Einen solchen Zeitraum verstreichen zu lassen, ist entscheidend, um das Behalten von Informationen zu evaluieren. 

Durch eine Kombination von Digitalem Lernen und adaptivem Lernen im Unternehmen kann noch einen Schritt weiter gegangen werden: die Plattform bietet den Mitarbeitern an, sich punktuell testen zu lassen und ihre Kenntnisse aufzufrischen, wobei Lernformate abgewechselt werden. Das Ziel: langfristig verankerte Kompetenzen und Qualifikationen. 



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